Montag, 19. September 2016

Besuch in Gahanga

Hallo ihr Lieben,
In unserem heutigen Post geht es um die Gäste, die wir vergangenen Dienstag in Gahanga begrüßen durften.
Besucher sind eigentlich etwas ganz alltägliches in Gahanga, doch kein Besuch war bisher so wichtig wie der letzte. Vor dem Besuch wurde das gesamte Center auf Hochglanz poliert, Wände und Geländer wurden neu gestrichen.
Die Besucher waren wichtige Mitglieder der Kirche, die eine Kongress zwischen Madagaska und Afrika abgehalten haben.
Die Schwestern und Postulantinnen studierten neue Lieder und Tänze ein, um die Besucher, so wie es hier üblich ist, mit Gesang und Tanz zu begrüßen.
Die Kinder freuten sich alle riesig auf den Besuch, da dieser jedes mal wieder Abwechslung und Spannung bedeutet.
Die Kinder trugen alle die gleiche Kleidung, jeder ein blaues T-shirt und die Mädchen ein schwarzes Kleid und die Jungs eine schwarze Hose.
Zur Feier des Tages trugen die Postulantinnen, ein paar von den älteren Kindern, Teacher und wir die traditionellen Kleider, die hier bei besonderen Festlichkeiten getragen werden.
Die traditionellen Kleider bestehen aus mehreren Teilen. Zum einen aus einem engen T- shirt, hier das Gelbe, zum anderen aus einem Unterrock und ein einem Rock aus feinem Stoff, der über den Unterrock gebungen wird. Außerdem wird über dem Ganzen noch ein längeres Tuch getragen, das über einer Schulter zusammengeknotet wird.
Mit der Hilfe von Teacher konnten wir die Kleider schnell und richtig anziehen, ohne sie wären wir ziemlich aufgeschmissen gewesen.
Von den Schwestern wurde uns dann immer wieder gesagt, das wir hübsch aussähen und nun echte Ruanderinnen seien.
Nachdem der Besuch dann von den Schwestern und Postulantinnen empfangen wurde mit Gesang, Tanz, Trommeln und Wedeln, wurden sie in den großen Raum im Center gebracht, indem alle Kinder waren. Dort begrüßte Oberschwester Emeritha die Besucher sehr herzlich und brachte ihnen dann die Geschichte des Centers näher. Außerdem erhielten die Besucher einen Rundgang durch das Center. Das Programm wurde komplettiert durch traditionelle Willkommens,- Dankes,- und Abschiedsgesänge mit Tanz und Trommel. Dies war besonders für die Kinder sehr schön, da diese Musik sehr genießen
Zum Abschied verteilten die Gäste noch Geschenke, Rosenkränze, Bücher und kleine Karten mit einem Bibelzitat darauf.
Wir wünschen euch noch eine schöne Woche!




Sonntag, 11. September 2016

Gorilla- Taufe und Familienzuwachs

Hallo ihr Lieben!
Wir hoffen ihr habt immer noch so schönes Sommerwetter wie in der letzten Zeit.

Letzten Freitag waren wir wieder in Musanze, dieses Mal allerdings nicht um den Vulkan noch einmal zu besteigen, sondern zur Gorilla- Taufe, der Kwita Izina, wie es in Kinyarwanda heißt.
Die Gorilla stehen hier unter Artenschutz. Neben dem Gorilla Tracking, was eine berühmte Attraktion für Touristen ist, ist auch die Gorilla- Taufe jedes Jahr wieder ein großes Event.
Hier werden die neuen Gorillababys des Jahres durch Stellvertreter benannt. Auch der Präsident war anwesend und saß nur vier Reihen vor uns, was für uns ziemlich spannend war.
Auf dem Rückweg hatten wir trotz Autopanne noch Glück im Unglück und konnten noch einen kleinen Abstecher zu den Red Rocks machen, einem Campingplatz mit süßem Restaurant und einem kleinen Souvenirshop, der die Menschen der Umgebung unterstützt, indem dort ihre Bilder, Fingerpuppen und andere traditionelle Handwerksachen verkauft werden.












Hier ein Bild der Autopanne mit kaputter Batterie












Hier der Gorilla, gebaut aus Holzstäben, mit dem Vulkan im Hintergrund





Außerdem haben wir vergangenen Dienstag Familienzuwachs bekommen. Da wir zur Zeit Mäuse auf dem Dach haben, hatten wir zuvor unsere Mentorin um Hilfe gebeten, diese zu entfernen und so stand sie mit einem kleinen, ca. 3-4 Monate alten Kater vor unserer Haustür.
Da er rot gestromt ist, haben wir in Tiger getauft und er lebt jetzt mit uns und wird ordentlich von uns verwöhnt. Wenn er sich einigermaßen an uns gewöhnt hat, werden wir ihn auch raus und somit auf die Mäuse des Compounds los lassen.

Ganz liebe Grüße auch von Tiger aus Rwanda und eine schöne Woche!



Montag, 5. September 2016

Unser Essen

Halli Hallo ihr Lieben,
wie versprochen heute ein Post über das Essen was wir hier in Ruanda so zu uns nehmen.
Generell essen wir unter der Woche immer in Gahanga zu Mittag. Frühstück und Abendessen, sowie das Essen am Wochenende machen wir also selbst.
Hier also ein kleiner Ausschnitt von dem, was wir die letzte Woche so gegessen haben.

Frühstück:
Zum Frühstück gibt es bi uns entweder Brötchen, eine Art Milchbrötchen, mit Marmelade, die hier aber deutlich süßer ist als in Deutschland, Avocadocreme, selbst gemacht aus frischen Avocados, oder Bananen. Wenn wir mal keine Lust auf Brötchen haben, essen wir Chapati, eine Art Fladen, mit Bananen. Seit Neustem haben wir auch eine zweite Alternative zu den Brötchen gefunden, nämlich Porrige, welcher auch sehr beliebt ist hier. Porrige ist Haferbrei, der mit Wasser oder Milch, hier eher Wasser, aufgekocht wird und den man wunderbar mit Obst wie zum Beispiel Maracuja oder Banane anreichern kann.
Dazu trinken wir meist Tee, entweder mitgebrachten aus Deutschland oder ruandischen Tee, also grünen oder schwarzen Tee.

Mittagessen:
Das Essen in Gahanga, wie in Ruanda generell üblich, besteht hauptsächlich aus Kohlenhydraten. Statt wie bei uns üblich eine Beilage mit Gemüse und Fleisch zum Beispiel zu servieren, stehen hier neben Reis oft auch (Süß-)Kartoffeln, Nudeln, rote Bohnen, Manjok, oder Kochbananen auf dem Tisch. Dazu gibt es dann oft Omlett, wahlweise mit Kartoffeln oder Pommes gefüllt, oder Kraut oder Spinat. Manchmal gibt es auch Salat, der zum großen Teil aus Zwiebeln besteht, da der normale Salat hier eben nur aus Zwiebeln und Tomaten besteht. Fleisch gibt es sehr selten, meist nur zu Festtagen, da es sehr teuer ist.
Als Nachtisch bekommen wir Obst, welches im Projekt selbst angebaut wird, wie zum Beispiel Maracuja, Baumtomaten, Bananen, Orangen, Papaya, Mango oder Avocado.
Dazu bekommen wir immer eine Fanta Citron, ein Getränk von dem wir in einem früheren Post schon mal berichtet hatten.

Abendessen:
Abends kochen wir wieder für uns selbst, mit Gemüse, welches man hier frisch auf dem Markt kauft, da in Gahanga das Gemüse ein bisschen zu kurz kommt. Dazu machen wir uns dann Reis, Nudeln, Kartoffeln, Kochbananen oder Chapati.







Das hier sind Kochbananenchips mit Zucchini, Tomaten und gerösteten Kürbskernen


Das hier ist ein süßer Snack, den wir neben Erdnüssen und Mandazi gerne zwischendurch mal essen

Hier seht ihr unsere selbstgemachten Ravioli gefüllt mit Gemüse




Und hier sind sie fertig angerichtet mit Zucchini und Tomatensoße

Montag, 29. August 2016

Eine kleine Hausführung

Hallo ihr Lieben,
wir melden uns auch wieder.
Heute wollen wir mit euch eine Hausführung machen.
Unser Haus besteht aus einer Küche, einem Badezimmer, einem großen Ess- und Wohnzimmer, zwei Schlafzimmern, von denen Charlys noch immer im Renovierungszustand ist und zwei Gästezimmern, die zeitgleich als Abstellkammer dienen.
Wir leben in einem Compound, das beschreibt eine Nachbarschaft, wie in Deutschland eine Straße zum Beispiel, nur das hier alle direkt nebeneinander leben und wir etwas abgegrenzter sind.
Unser Haus ist für ruandische Verhältnisse sehr groß, die Miete aber nicht so teuer.
Für uns beide ist es definitiv ausreichend.
Unser Wasser und unseren Strom teilen wir uns hier mit unseren direkten Nachbarn.
Es gibt jedoch auch ein paar Unterschiede zu Deutschland. Wir besitzen einen Gasherd, keinen Kühlschrank und auch keinen Backofen.
Wie ihr in einem vorherigen Post schon gesehen habt, waschen wir unsere Wäsche mit der Hand, da wir auch keine Waschmaschine haben.
Wir fühlen uns aber auf jeden Fall sehr, sehr wohl und das ist alles auch irgendwie Teil des "Spirits" hier. Außerdem haben wir dafür andere coole Sachen, die es in Deutschland so nicht gibt, zum Beispiel in Bezug aufs Essen, da werden wir aber in einem späteren Post noch mal drauf zurück kommen.
Wir wünschen euch weiterhin noch viele warme Sommertage und eine gute Woche!
Nächste Woche berichten wir dann eine Runde über das Essen hier bei uns.
Hier ein Einblick in unsere KücheDas ist unser Esszimmer
 Charlys Zimmer im  Renovierungszustand

 Saras Zimmer

 Eins der zwei Gästezimmer

Unser Badezimmer

Dienstag, 23. August 2016

Unsere Wanderung zum Vulkan

Hallo, hier sind wir wieder :)
Am Wochenende haben wir unsere erste Reise in Ruanda gemacht!
Wir waren in Musanze, von wo aus wir einen Vulkan im Naturschutzgebiet bestiegen haben.
Am Samstag Mittag sind wir also von Kigali mit dem Bus losgefahren und sind nach ca. 2 Stunden in Musanze angekommen. Nach einigem Suchen fanden wir auch unser Hostel, St. Vincent, ein von Schwestern geleitetes Haus, günstig und sehr gemütlich eingerichtet.
Von da aus kauften wir erstmal sechs Liter Wasser für die Wanderung am nächsten Tag und gingen dann gemütlich Abendessen.
Unser Sonntag fing dann früh an, denn unser Driver holte uns schon um 06:15 Uhr ab und fuhr uns zum Startpunkt im Nationalpark.
Dort begann das Programm mit Kaffee und Tee und einer Darstellung eines traditionellen Tanzes.

Zu dem Zeitunkt kam auch so langsam die Sonne raus, so dass es sehr schnell sehr warm wurden.
Darum freuten wir uns, als wir nach einer weiteren 45 Minuten langen Autofahrt den schützenden Wald erreichten.
Hier wurden noch die Vorräte der anderen Teilnehmer zum Teil aufgefüllt und dann hat sich unsere Gruppe von 13 Teilnehmern, unserem Guide, Soldaten, die zu unserem Schutz vor "unfreundlichen Büffeln" mitkamen, wie es unser Guide immer genannt hat, und unseren Portern die unsere Tasche gegen Geld getragen haben, zum Eingang des Naturschutzgebiet aufgemacht.
Zur Hilfe beim Ab- und Aufstieg bekam jeder der Teilnehmer einen Wanderstock um sich abstützen zu können.
Wir sind auf einer Höhe von 2600 Metern gestartet. Bis zur Höhe von 2900 Metern gab es ein kleines "warm- up" wo es langsam bergauf ging und uns auf das Kommende vorbereitete.
Denn nach der Halbzeit-Pause wurde der Weg immer steiler und steiniger, außerdem bemerkten wir die Höhe, da die Luft immer dünner wurde.
Aber die Aussicht, die wir immer wieder zwischen den Bäumen genießen durften, entschädigte uns für die Anstrengung.
Der Gipfel, den wir nach ca. 2:45 Stunden erreichten, war dann der krönende Abschluss!
Die Spitze des Vulkans liegt auf einer Höhe von 3900 Metern. Im Krater hat sich ein See gebildet der von Millionen Bäumen und Pflanzen umgeben ist. Rundherum um den Vulkan konnten wir die anderen drei Vulkane sehen, die sich Ruanda mit dem Kongo und Uganda teilt und den Regenwald von oben betrachten.


 



 

Nach einer halbstündigen Pause machten wir uns auf den Abstieg, der deutlich schneller und einfacher war als der Aufstieg.
Nach 1:45 Stunden waren wir wieder unten und fuhren dann zurück nach Kigali.
Ein sehr, sehr lohnenswerter Ausflug, der uns außerdem als Erinnerung einen Sonnenbrand und einen heftigen Muskelkater beschaffte.
Liebe Grüße,
Charlotte und Sara

Dienstag, 16. August 2016

Hallo!
Tut uns leid, dass wir uns erst jetzt melden, aber die letzte Woche war ziemlich voll gepackt.
Wir hoffen ihr habt alle gutes Wetter und genießt die Ferien.

Am letzten Dienstag waren wir auf der Expo. Die Expo ist eine riesige Messe, auf der allerlei afrikanische Produkte verkauft werden.
Uns erinnerte sie zu Beginn an eine Kirmes bei uns in Deutschland. Millionen Stände, Menschen und Fahrgeschäfte. Abends gab es dann Live Musik auf der großen Bühne.
Auch an Essen und Getränken mangelte es nicht.

Am Samstag waren wir auf dem Finale des Guma Guma Festivals, eine Art Deutschland sucht den Superstar. Im Finale traten zehn ruandische Bands und Sänger gegeneinander an.
Das ganze Finale lief am Stadion unter freiem Himmel ab und vermittelte so eine entspannte, abendliche Atmosphäre.


Um euch auch unseren Alltag näher zu beschreiben, nun ein paar Eindrücke was wir tagsüber alles so machen.
Wir sind vier mal die Woche in Gahanga und arbeiten dort mit den Kindern und Erwachsenen in der Schule des Centers.
Um 8:00 Uhr  bis um 10:00 Uhr startet der Tag mit Frontalunterricht durch die Lehrerin Constantine.
Ab 10:00 Uhr geht es dann nach einer kurzen Pause mit Porrige und Gesang weiter mit individuellen Aufgaben.
Zum Beispiel Rechenaufgaben von 1-30 für Rukundu und Solange oder Farbenlernen mit den Kleineren.
Um 11:30 Uhr geht es dann nach dem Unterricht zum Essen. Hierbei helfen wir den Schwestern beim Essen anreichen.
Eine Stunde später gibt es dann für uns selbst etwas zu Essen, bei dem uns meistens eine Schwester Gesellschaft leistet. Hierbei lernen wir weiter Kinyarwanda und die Schwestern ein bisschen Englisch oder Deutsch.
Auf das Essen selbst werden wir in einem anderen Post noch einmal genauer eingehen.
Nach dem Essen unternehmen wir mit den Kindern unterschiedliche Dinge, wie zum Beispiel, Spaziergänge, Spiele, malen, schaukeln, Autos am Zaun des Centers gucken, und vieles mehr
Zwischen 3:00 Uhr und 4:00 Uhr machen wir uns dann mit Lifti und Bus auf den Heimweg.


Am Wochenende wird meistens der Berg von Arbeitskleidung gewaschen, das Ganze natürlich mit der Hand.
Dazu erhitzen wir zu erst Wasser auf dem Herd und füllen dieses in zwei Wannen, eine mit Waschmittel und eine zum auswaschen des Waschmittels.
Draußen wird die Wäsche bei der Wärme, die zur Zeit herrscht, dann in wenigen Stunden trocken.



Gestern haben wir dann, weil ein Feiertag war und wir nicht arbeiten mussten, Charlottes Zimmer gestrichen, da ihre Wand durch die Jahre ziemlich mitgenommen war.
Kurzerhand haben wir sie mit der grünen Farbe mit der schon Saras Zimmer gestrichen wurde, verschönert.



Wir wünschen euch eine wundervolle Restwoche!

Sonntag, 7. August 2016

Hallo, oder wie man hier in der Landessprache sagt: Muraho!

Wir sitzen gerade im Cafe Schokola auf der Terrasse, genießen die wundervolle Aussicht auf Kigali und gönnen uns ausnahmsweise einen Schokobrownie.
Von hier hat man einen großartigen Blick über die überall auf den Hügeln verstreuten Häuser.
Typisch für Kigali sind die engbebauten Flächen aufgrund der vielen Menschen in dem vergleichsweise so kleinen afrikanischen Land.

Eine weitere Spezialität ist die Fanta Citron, die hier viele trinken. Kaufen kann man sie überall und sie ist relativ günstig.
Von der Fanta gibt es hier noch weitere Geschmacksrichtungen, die jedoch alle ziemlich süß schmecken.

Die letzte Woche über hatten wir jeden Tag zwei Stunden Sprachkurs am Morgen, um der Sprache näher zu kommen und sie noch besser zu lernen.
Anschließend sind wir dann immer zur Arbeit gefahren, wo wir am Donnerstag eine Gruppe von Italienern getroffen haben, die mit HIV-kranken Kindern unser Projekt in Gahanga besucht haben.
Sie wurden herzlich von der Oberschwester Emeritha und den Kindern empfangen. Auch unsere Besucher haben einiges vorbereitet wie selbstvorgetragene Lieder und Tänze.
Die mitgebrachten Ballons und lustigen Partyhüte kamen alle gut an und es wurde fleißig bei Musik getanzt.
Anschließend gab es eine kleine Erfrischung bei Soda und Keksen.
Insgesamt ein sehr gelungener Nachmittag, mit einer anschließenden Einladung zum Pasta essen nächsten Freitag, im Haus der italienischen Freiwilligen.

Wir wünschen euch noch ein schönes Restwochenende! Genießt das hoffentlich gute Deutschand- Wetter.
Sonnige Grüße aus dem 30 Grad warmen Ruanda!