Sonntag, 26. März 2017

Sport am Freitag ^^

Hallo ihr Lieben,
nach langer Zeit melden auch wir uns mal wieder und hoffen zu erst einmal, dass es euch allen gut geht.
In den letzten Wochen war ein bisschen Trubel, seit gestern ist meine Schwester für zwei Wochen zu Besuch, bevor Charlys Freund sie für zwei Wochen besuchen kommt.
Wir wollen euch natürlich trotzdem weiter auf dem laufenden halten, was alles so bei uns passiert.

Heute wollen wir euch noch ein bisschen etwas über unsere Arbeit erzählen, genauer gesagt über unsere Freitag Nachmittage, den Sport- Nachmittagen.
Das bedeutet wir holen ein großes Schwungtuch, Schaukeln, Spielzeug und Krabbeltunnel aus der kleinen Kammer neben unserem Klassenraum.
An der Schaukel wechseln sich die Kinder dann regelmäßig ab, jeder soll natürlich dran kommen.
Währenddessen schwingen andere Kinder, hier Beatha, Fillette, unsere Lehrerin, der Physiotherapeut und Yves das Schwungtuch und haben dabei eine Menge Spaß.
Andere Kinder, wie beispielsweise Ganza oder Grace, sollen dann durch die Tunnel krabbeln, um ihre motorischen Fähigkeiten zu verbessern.

Doch ist es mal zu heiß, um auf der Wiese zu schaukeln, zu krabbeln, Ball zu spielen oder einfach nur auf dem Schwungtuch zu faulenzen, dann gibt es auch mal eine kleine Abkühlung für die Kleinen.
Letzten Freitag haben wir dazu ein paar große Wannen mit Wasser gefüllt, sodass die Kleinen zuerst nur mit den Füßen, aber dann auch den vollen Badespaß genießen konnten, sich gegenseitig nass machen und sogar waschen konnten und dabei eine Menge Spaß hatten.
Wir hoffen euch geht es allen gut und wünschen euch noch ein schönes Wochenende;)
Grace beim planschen mit den Füßen im Wasser












Sonntag, 26. Februar 2017

Und die letzte Etappe: Iringa, Arusha, Kenia und Uganda

Hallo ihr Lieben,
wir hoffen es geht euch gut.
Charly ist gerade in der Messe und singt im Chor, während ich hier schon einmal mit Ida, einer anderen Freiwilligen aus Kigali und guter Freundin von uns, in einem Rooftop Cafe sitze und anfange den Blog zu schreiben, denn wir wollen euch natürlich auch nicht den letzten Teil unserer Reise vorenthalten.
Der letzte Teil unserer Reise ging dann durch Tansania, Kenia und Uganda wieder nach Hause.
Von unserer Nacht in Dar Es Salaam ging es für uns gemeinsam mit den Iringa Freiwilligen nach Iringa.
Nach 9- stündiger Busfahrt sind wir dann doch verhältnismäßig zu anderen Busfahrten auf unserer Reise, recht schnell angekommen.
In deren Haus haben wir uns dann erst einmal eingerichtet und sind dann Pommes essen gegangen.
In Iringa haben wir dann recht viel unternommen. Wir sind auf einen Hügel in der Nähe vom Haus der 4 Freiwilligen gestiegen und konnten von dort über Iringa blicken um den schönen Ausblick zu genießen.
Außerdem haben wir uns auch das Projekt der vier angesehen.
Daniel und Tessa arbeiten in einer Schule und geben Sportunterricht. Aylin ist in der selben Schule im Office und ist für die Erste Hilfe, sowie die Patenschaften zuständig.
Marie arbeitet in einem Kindergarten, wo sie die Kinder unterrichtet und mit ihnen spielt.
Von der Schule wurden wir dann auch auf die Eröffnung der Grundschule eingeladen, bei der das Gebäude gesegnet wurde und dann gemeinsam gegessen wurde.
Am Wochenende haben wir dann eine Safari im Ruaha Nationalpark gemacht.
Dort haben wir dann eine Nacht im Park verbracht.
Wir haben von Elefantenherden, Nilpferden, Krokodilen, Giraffen, über Affen und Gazellen alles gesehen, haben direkt neben Löwen geparkt und haben Löwen beim jagen beobachten können.
Einen kleinen Schockmoment gab es dann beim Abendessen, bei dem dann plötzlich ein Nilpferd in 5 Metern Abstand hinter uns stand.
Als wir dann in unserer Unterkunft ankamen, konnten wir beim Zähne putzen noch Löwen beobachten die an unserem Hostel vorbei liefen.
Trotz allem war die Nacht ruhig und erholsam bevor es dann am nächsten Morgen um 6:00 Uhr weiter ging in aller Frühe.
Am Nachmittag machten wir uns dann auf den Rückweg nach Iringa.
In Iringa kam auch auch eine Freundin von Fenja dazu, die ihren Freiwilligendienst in Dodoma macht und Fenja besuchen wollte.
Dann ging es für uns und die Uganda-Freiwilligen von Iringa über Dodoma, wo wir Fenjas Freundin abgesetzt haben, mit dem Bus 13 Stunden weiter nach Arusha in den Norden von Tansania.
Dort haben wir in einem süßen kleinen Hostel übernachtet, das von einer Deutschen mit ihrem tansanischen Mann geführt wird.
In Arusha haben wir dann eine Lagunen Tour gemacht, zu den Maji Moji Quellen. Diese sind heiße Quellen.
Hier haben wir dann einen Nachmittag verbracht, sind schwimmen gegangen, haben uns mit einer Schaukel ins Wasser geschwungen und haben uns von Hornhautfischen anknabbern lassen, was ein ziemlich lustiges Gefühl ist.

Von Arusha ging es dann weiter nach Kenia. Unser Bus nach Nairobi brauchte ungefähr 8 Stunden und von dort sind wir dann in einen kleineren Bus nach Kisumu gestiegen, der noch einmal 3-4 Stunden brauchte.
In Kisumu haben wir dann bei der Freundin einer ehemaligen Freiwilligen übernachtet, die mit uns shoppen gefahren und schwimmen gegangen ist und uns ein bisschen die Umgebung gezeigt hat bevor es dann weiter nach Kampala ging.

In Kampala haben wir dann zunächst in einem Hostel geschlafen, haben uns von den Ugandis Kampala Town ein bisschen zeigen lassen und abends gemeinsam das Uganda- Fußballspiel angeguckt haben und waren gemeinsam feiern.
An unserem vorletzten Tag ging es dann zu dem Gastvater der Uganda-Freiwilligen. Dort haben wir dann noch eine Nacht verbracht, Fotos und Filme ausgetauscht, bevor es für uns wieder nach Hause ging.
Nach einer 10 stündigen Busfahrt, bei der wir an der Grenze noch eine Freiwillige aus Uganda kennen gelernt haben, die jetzt weiter durch Ruanda und Tansania reist bevor sie zurück fliegt, kamen wir dann nach einem Monat Reise wieder in Kigali an.

Traurig das die Reise vorbei war, aber auch glücklich endlich wieder in den eigen vier Wänden zu sein sind wir dann auch recht schnell ins Bett gegangen, haben den nächsten Tag damit verbracht unsere Wäsche zu waschen bevor es dann am übernächsten Tag wieder nach Gahanga ging.

Wir wünschen euch noch einen schönen Restsonntag und hoffen der Sturm, falls er euch trifft, ist nicht zu stark.
Die Fotos kommen später, da wir wieder ein etwas zu langsames Internet haben:)






Sonntag, 12. Februar 2017

Zweite Etappe: Zwischenseminar

Hallo ihr Lieben,
nun kommt der zweite Teil unseres Reiseberichts, in dem wir euch über unser Zwischenseminar in Bagamoyo an der Küste von Tansania berichten wollen.
Das Seminar ging 1 1/2 Wochen, vom 01.01 bis zum 09.01 und wurde von drei ehemaligen Freiwilligen geleitet, die vor mehreren Jahren in Tansania tätig waren. Außerdem war ein Praktikant dabei, der das Seminar ebenfalls mitgestaltet hat und so einen Einblick darin bekommen konnte, um es später selbst leiten zu können.
So waren wir insgesamt 15 Freiwillige aus Tansania, Uganda, Südafrika, Namibia und Ruanda und die vier Teamer, mit denen wir alle zusammen im Hotel Stella Maris geschlafen und gearbeitet haben.
Wir haben uns mit vielen Themen auseinandergesetzt die uns selbst betreffen, da wir sie in unserem Alltag im Einsatzland immer wieder erleben.
So haben wir viel über unsere Erlebnisse in den vergangenen sechs Monaten geredet und uns mit den anderen Freiwilligen ausgetauscht, da viele, auch wenn sie in anderen Ländern und Projekten arbeiten, doch oft ähnliche Probleme oder Situationen erlebt haben. Auch mit den Teamern konnte man sich gut unterhalten, da diese ja auch schon mal einen Freiwilligendienst beim Bistum gemacht haben und so gute Tipps geben konnten.
Wir diskutierten viel über Rassismus, wie man es in Deutschland erlebt und wie wir in unseren Einsatzstellen das Weiß- Sein und die daraus resultierenden Privilegien und deren Auswirkungen auf unseren Alltag empfinden.
Neben diesem großem Thema waren auch die Geschlechterrollen ein Gesprächspunkt, denn viele erleben in ihrem Jahr einen andern Umgang damit als in Deutschland. Auch hier bekamen wir durch den Input der Teamer und Mitfreiwilligen gute Ideen, wie man damit umgehen kann.
Auch setzten wir uns mit der Geschichte von Bagamoyo auseinander, denn die Stadt war ein wichtiger Handelsort für Sklavenhändler und außerdem ehemals von Deutschen kolonialsisiert.
Dann beschäftigten wir uns noch mit dem Sinn oder Unsinn eines Freiwilligendienstes, sowie den Auswirkungen von Entwicklungshilfe. Auch hier bekamen wir viele Anregungen und Gedankenanstöße, die sicher bei vielen noch lange nachwirken.
Neben diesen eher theoretischen Inhalten beschäftigten wir uns aber auch viel mit uns selbst, klärten einige Probleme, sei es in der Freiwilligen- WG oder das Projekt betreffend und bekamen viele neue Ideen für die nächsten sechs Monate im Projekt.
Auch die Rückkehr nach Deutschland und die Pläne für die Zeit danach waren für viele ein wichtiges Thema, weshalb auch dies viel besprochen wurde, häufig auch in persönlichen Gesprächen beim Essen oder in den Pausen, welche oft auch zum Schwimmen gehen im direkt am Hotelzimmer beginnenden Ozean genutzt wurden.
So kam auch der Spaß nicht zu kurz, besonders da unsere Mitfreiwillige aus Südafrika am 08. Januar Geburtstag hatte, weshalb sie, ganz nach tansanischer Tradition, alle mit Geburtstagstorte füttern durfte.
Der letzte Abend wurde abgerundet durch das Spiel "Schlag den Superfreiwilligen", in welchem wir in mehreren Spielen gegeneinander angetreten konnten, ähnlich wie in der Fernsehshow "Schlag den Raab".
Nach diesem sehr lustigen Abend ging es am nächsten Mittag zurück nach Dar es Salam, von wo aus wir dann mit den Freiwilligen aus Uganda mit zu den Freiwilligen nach Iringa gefahren sind. Davon berichten wir dann im nächsten Eintrag mehr.
Insgesamt waren es sehr spannende Tage, in denen wir viele Anregungen und gute Ideen bekommen haben und außerdem noch mehr Motivation für die nächste Hälfte im Projekt!
Was uns beiden noch sehr im Kopf geblieben ist, ist eine Einheit, in der wir einen TED- Talk von Chimamanda Ngozi Adichie gesehen haben, ein Vortrag einer nigerianischen Autorin über "The Danger of a Single Story". Wir können euch nur empfehlen, es mal zu googeln oder daß Skript dazu zu lesen.
Damit wünschen wir euch einen guten Start in die neue Woche!

Sonntag, 29. Januar 2017

Die erste Etappe: Sansibar

Hallo ihr Lieben,

heute melden wir uns das erste Mal nach einem ereignisreichen Monat zurück.
In diesem Monat ist viel passiert, was wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.
Denn auch dieser Teil, die Reise verbunden mit dem Zwischenseminar in Bagamoyo, gehören zu unserem Jahr hier, genauso wie unsere Arbeit im Center.
Da es allerdings ziemlich lang werden würde, euch von einem ganzen Monat, in dem wir viel erlebt haben, in einem Post zu erzählen, haben wir uns vorgenommen, das Ganze in verschiedene Teile aufzusplitten.

Wir hoffen vorab aber erst einmal, dass ihr alle schöne und natürlich auch weiße Weihnachten hattet und gut ins neue Jahr gestartet seid.

In diesem Post möchten wir euch etwas über die erste Etappe unserer Reise erzählen.
Am 21.12.2016 ging es für uns beide, Lea und Fenja, die Uganda-Freiwilligen, mit dem Flugzeug nach Dar Es Salaam, eine große Stadt in Tansania.
Dort wurden wir in einem Hostel schon von den anderen Freiwilligen aus Sumbawanga (das liegt auch in Tansania) und Namibia erwartet.
Gemeinsam verbrachten wir den Abend bei einem sehr leckeren indischen Restaurant, das direkt am Hostel lag und unterhielten uns anschließend auf der Dachterasse des Hostels lange über unser bisheriges halbes Jahr und unsere Erlebnisse, mit der Skyline von Dar Es Salaam im Hintergrund.
Am nächsten Morgen ging es dann in aller Frühe auf zur Fähre, die uns nach Sansibar bringen sollte.
Nach dem Kauf der Tickets und einem leckeren Frühstück mit Chapati (frittierte Brotfladen) und Obstsalat ging es dann endlich auf die Fähre, welche uns innerhalb von knapp 4 Stunden nach Sansibar brachte.
Durch leichte Seekrankheit bei allen Freiwilligen waren wir schließlich ziemlich froh, das Boot verlassen zu können und nicht mehr dem Schaukeln der Wellen ausgesetzt zu sein.
In Stone Town angekommen, machten wir uns dann auf die Suche nach unserem Hostel, das wir mit ein wenig Hilfe schließlich fanden.
Unser Hostel befand sich auf dem Gelände eines Museums über den Sklavenhandel auf Sansibar.
Nachdem alle sich in ihren Zimmern eingerichtet hatten, machten wir uns auf zum Strand und genossen den ersten Nachmittag am Meer.
Wir besuchten ebenfalls das Museum auf unserem Hostel-Gelände und erfuhren viel über die Vergangenheit Sansibars, einschließlich der Funktion Sansibars als wichtigter Handelspunkt für Sklaven.
Wir verbrachten die Tage oft am Strand, besuchten Abends häufig den Nachtmarkt, ein Markt direkt an der Promenade, auf dem allerlei typisch einheimische Gerichte verkauft wurden, wie beispielsweise die Sansibar-Pizza (Teig gefüllt mit Ei, Gemüse, Fleisch oder Süßem), Chipsi (also Pommes) in allen Varianten, Fisch- und Fleischspieße jedes Geschmackes und Obst und Gemüse.
Wir besuchten ebenfalls Prison Island, eine kleine Insel etwas entfernt von Sansibar, auf welcher damals ein Gefängnis war, das heute aber zu einem Hotel umgebaut ist.
Dort verbrachten wir einen Nachmittag an einem wunderschönen Strand, der aussah wie aus einem Werbekatalog.
Trotz Sonnenbrand bei vielen Freiwilligen genossen wir den Ausflug sehr.

Heiligabend sind wir dann alle gemeinsam in einem Restaurant essen gewesen, in dem wir auf einer Terrasse direkt über dem Meer sitzen konnten.
Da die Portionen etwas kleiner als erwartet waren, ging es anschließend noch einmal zum Nachtmarkt für einen Nachtisch.
Um etwas Weihnachtsstimmung zu bekommen, hatte Lea einen Plastikweihnachtsbaum mitgebracht, der leider durch einen dummen Fotounfall nun irgendwo im Meer herumtreibt.
Um trotzdem ein bisschen in Weihnachtsstimmung zu bekommen, machten sich nach dem Essen ein paar von uns auf den Weg, um in den Gottesdienst zu gehen, der ebenfalls in der Kirche auf unserem Gelände stattfand.
Da die Messe um 10 Uhr abends nicht die Hauptmesse war, war die Kirche nicht so voll, sodass der Priester, als er sah, das über die Hälfte der Gottesdienstbesucher aus Ausländern bestand, schnell noch ein paar englische Weihnachtslieder in die ansonsten auf Kiswaheli (der tansanischen Landessprache) abgehaltene Messe einbaute.

In Stone Town stießen kurz vor Weihnachten außerdem noch die Freiwilligen aus Iringa (ebenfalls Tansania) zu uns und vegrößerten so unsere Gruppe auf 13 Leute.
Gemeinsam ging es dann am 27.12 für uns weiter nach Nungwy, einer kleinen Stadt auch auf Sansibar.
Hier hatten wir ein Hostel keine 500 Meter vom Meer entfernt.
Der Strand war sogar noch schöner als der in Stone Town, das Meer war türkis-blau und komplett klar.
(Das Bild hier wurde leider bei Ebbe aufgenommen und zeigt deswegen nicht komplett wie schön der Strand war)
Morgens machten sich dann ein paar von uns, meist waren wir drei oder vier Leute, auf den Weg zum Strand um die Ruhe zu genießen, joggen zu gehen und uns anschließend im Meer wieder abzukühlen.
In Nungwy nutzen wir den schönen Strand dann noch einmal richtig aus, verbrachten entspannte Nachmittage am Strand, fuhren mit dem Boot raus um schnorcheln zu gehen und ein Korallenriff bewundern zu können mit vielen Arten von Fischen, Korallen und vielem mehr.
Dank etwas Glück sahen wir sogar, trotz erneuter Übelkeit bei manchen Freiwilligen auf dem Weg zum Riff, Delfine, die an uns vorbei schwammen.
Um den Ausflug ausklingen zu lassen, fuhren wir an einen anderen Strand, wo es dann Barbecue für alle gab, bevor es zurück ging.
Und schneller als wir gucken konnten, war auch schon Silvester.
Am Morgen ließen sich noch ein paar der Mädels ihre Haare schneiden von anderen Freiwilligen, da ihnen die langen Haare zu warm wurden.
Abends ging es dann nach gemeinsamen Fertig-Machen vor einem Spiegel (man kann sich vorstellen, wie eng das Ganze wurde mit 12 Mädels vor einem einzigen Spiegel :D) zu einer riesigen Silvesterparty in Kendra Rocks.
Die Party war direkt am Meer und um unsere Schuhe nicht zu verlieren, wie es Vorfreiwillige berichteten, entschlossen wir uns kurzerhand barfuß zu gehen.
Trotz der Größe der Party und dem daraus folgenden Aufteilen der Gruppe wurde es eine richtig gute Silvesterparty, bei der wir uns schließlich irgendwie immer alle wiederfanden und gemeinsam ins neue Jahr feiern konnten, mit guter Musik und Feuerwerk.
Und nach der Silvestersause ging es dann am nächsten Tag wieder zurück nach Stone Town und von dort mit der Nachtfähre um 21:00 Uhr zurück nach Dar Es Salaam.
Nachdem wir morgens um 6:00 Uhr dann in Dar anlegten, ging es für uns mit dem Taxi zum Busplatz und von dort mit dem Bus nach Bagamoyo zum Zwischenseminar.

Über das Zwischenseminar möchten wir euch gerne im nächsten Post erzählen und dann anschließend über unsere weitere Reise über Iringa, Arusha, Kenia und Uganda berichten.
Wir hoffen es geht euch allen gut. Wir wünschen euch noch einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die neue Woche.


Hier ein Bild vom Nachtmarkt in Stone Town

Der Stadtkern von Stone Town erinnerte uns mit den Gassen an Venedig



Noch ein Bild vom Sonnenuntergang beim Weihnachtsessen.
Von dieser Abgrenzung wurde unser Tannenbaum vom Wind
ins Meer gepustet :D 


Freitag, 23. Dezember 2016

Ein letzter Post im alten Jahr

Hallo ihr Lieben,
etwas verspätet melden wir uns mal wieder nach einigen sehr ereignisreichen Wochen.
Zunächst waren wir am Samstag den 08.12 im Center in Gahanga, da dort eine Feier zum internationalen Tag für Menschenrechte und dem internationalen Tag für Menschen mit Behinderungen statt fand. Zu diesem Anlass ist sogar ein Minister aus Ruanda gekommen. In den Tagen davor wurde das Center auf Hochglanz geputzt und sogar ein Zelt für die Gäste aufgebaut.
Diesen wurde dann das Center gezeigt und es wurden Reden vom Minister und von unserer Oberschwester gehalten. Zum Abschluss bekamen die Kinder Kekse und Saft geschenkt.
Am Sonntag waren wir dann bei einem deutschen Weihnachtsmarkt in Kigali, welcher von der GIZ, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, organisiert wurde. Auf diesem wurden ruandische Handarbeitsprodukte verkauft, aber auch typisch deutsche Weihnachtsprodukte.
So haben wir mit anderen Weltwärts- Freiwilligen geholfen, Glühwein, Waffeln und Kaffee zu verkaufen. Außerdem hatte das „La Gallette“, ein deutscher Supermarkt in Kigali, einen Stand, wo Stollen, Brezeln und Bratwürste verkauft wurden. So kam trotz Sonnenschein und 25 Grad ein bisschen weihnachtliche Stimmung auf, da auch alles im Vorfeld liebevoll dekoriert wurde und selbst die Musik passend weihnachtlich abgestimmt war.
Weihnachtlich ging die Woche dann weiter, da wir Mittwoch bei einer Weihnachtsfeier von der Jumelage, einer weiteren deutschen Organisation, die auch Weltwärts- Freiwillige in Kigali beschäftigt, geholfen haben.
Auch hier gab es Glühwein und dazu Chili con Carne und Wraps, sowie ruandische Handwerksprodukte. Außerdem gab es Live- Musik von einer ruandischen Band und zur späteren Stunde hat ein ruandischer DJ aufgelegt, bei welchem auch viele getanzt haben.
Nach diesem gelungenen Abend waren wir am Donnerstag dann zu der Aufnahme- Zeremonie von Novizinen des Ordens von dem auch die Schwestern in Gahanga sind, eingeladen.
So fuhren wir am Donnerstag Morgen nach Rutongo, wo die Aufnahme- Messe stattfand. Diese startete um 10 Uhr mit einem feierlichen Einzug der sechs Novizinen und den acht Priestern, welcher von Kindern begleitet wurden, die einen traditionelle Tanz darboten.
Die Kinder stammten aus dem Waisenheim neben der Kirche, in denen die Novizinen mit anderen Schwestern des Ordens arbeiten.
Im Gottesdienst selbst legten die Novizinen ihr Gelöbnis von Keuschheit, Armut und Vertrauen auf Gott im Beisein ihrer Eltern und Paten ab. Danach bekamen sie ihre Ordenstracht überreicht.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurden im Schwesternhaus alle Gäste begrüßt, Reden von den neuen Schwestern, den Priestern und den Eltern gehalten und zusammen gegessen.
Insgesamt ein sehr interessanter Tag, welcher zur Folge hatte, dass uns alle gefragt haben, ob wir nicht auch Schwestern werden wollen.
In den letzten Tagen hatten wir dann die Freiwilligen vom Bistum Münster aus Uganda bei uns zu Besuch. Mit ihnen zusammen sind wir dann am Mittwoch nach Dar Es Salaam in Tansania geflogen, denn wir starten diese Woche unsere Reise durch Tansania. Zunächst werden wir Weihnachten und Silvester auf Sansibar mit anderen Freiwilligen unserer Organisation aus Afrika verbringen. Danach haben wir in Bagamoyo, einer Stadt an der Küste Tansanias, unser Zwischenseminar, von wo aus wir vermutlich über Iringa und Sumbawanga zurück nach Kigali fahren werden.
Wir wissen noch nicht so genau, wie wir das in der Zeit (vermutlich bis Mitte/Ende Januar) mit dem Blog handhaben werden, das hängt von der jeweiligen Internetqualität ab.
Von daher Euch schon mal frohe Weihnachten, besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr mit sonnigen Grüßen von Sansibar! :)






Montag, 28. November 2016

Ein Gottesdienst in Kigali

Hallo ihr Lieben,
wir wünschen euch einen schönen ersten Advent! Passend dazu heute einen Post über die Gottesdienste hier, die wir hier besuchen.
Die Kirche, in die wir immer gehen heißt St. Michelle und ist eine recht große Kirche in der Stadt. Es gibt dort Sonntags drei Messen, von sieben bis neun Uhr eine auf Kinyarwanda, von neun bis elf Uhr eine auf Englisch und dann abends noch eine auf Französisch. Dies liegt daran, dass die alle diese drei Sprachen Amtssprachen in Ruanda sind.
Die Messen sind alle meist recht voll und gerade in der Englischen sieht man auch immer einige andere „Weiße“. Denn hier ist es recht üblich, wöchentlich zur Kirche zu gehen, da Religion eine große Rolle spielt. So ist eine der ersten Fragen die uns gestellt wird meist die nach der Religion.
Der Grundablauf der Messe ist der selbe wie der einer katholischen Messe in Deutschland, da Ruanda mehrheitlich christlich ist.
Es gibt aber auch einige Unterschiede. So ist zumindest unsere Kirche in einem Halbkreis um den Altar herum aufgebaut, was das Ganze etwas kommunikativer und gemeinsamer wirken lässt als es in einigen älteren Kirchen in Deutschland der Fall ist. Außerdem gibt es in der Kirche auch keine Kniebänke, zum knien wird sich auf den Boden gekniet oder hingestellt.
Auch gibt es in jeder Messe einen Chor, welcher aber von Woche zu Woche wechselt. Dieser singt in der englischen Messe meist auch auf englisch, wobei die Lider von der Art her ähnlich sind, wie die Kirchenlieder in Deutschland, nur etwas rhythmischer und meist mit Keyboard begleitet und entweder mit einem Beat von diesem oder von Trommeln unterlegt. Auch wird zu vielen Liedern vom Chor und von der Gemeinde geklatscht und getanzt.
Vom Ablauf her gibt es kaum Unterschiede, nur das die Kollekte nach den Fürbitten nicht wie in Deutschland in einem Korb eingesammelt wird, der herum gereicht wird, sondern diese von in der Kirche verteilt stehenden Kindern, meist Kommunionkindern, eingesammelt werden.
Anschließend wird diese zusammen mit Materialspenden wie Lebensmitteln oder auch Waschmittel oder Toilettenpapier, welche immer von verschiedenen Gruppen organisiert werden zum Altar gebracht und dort gesegnet, zusammen mit Hostien und Wein. Anschließend an den Gottesdienst werden die Spenden an die Armen der Gemeinde verteilt.
Ein anderer Unterschied ist außerdem, dass bei der Wandlung zusätzlich zum Glockengeläut auch die Gemeinde klatscht. Dies wird generell häufiger getan als in deutschen Gottesdiensten, so zum Beispiel auch bei der Predigt, um Zustimmung oder Begeisterung auszudrücken.
Die Predigt ist im Vergleich zu den meisten deutschen Predigten recht lang, häufig 45 Minuten lang. Diese ist aber oft auch lebendiger als viele in Deutschland, so hatten wir schon häufiger Pastoren, die gesungen und getanzt haben während der Predigt und so ihre Begeisterung über Gottes Wort ausgedrückt haben. Das und die Tatsache, das immer zwei Lesungen, statt wie in Deutschland oft üblich nur eine, gehalten werden, führt dazu, dass die Messe meist zwei Stunden dauert, was aber für afrikanische Verhältnisse immer noch recht kurz ist.
Der letzte Unterschied der uns aufgefallen ist, ist, dass am Ende des Gottesdienstes immer eine Ansage für die kommende Woche gehalten wird, in welcher auch die Höhe der Spenden aus den Gottesdiensten der vergangenen Woche genannt werden.
Wir hoffen, ihr könnt euch so in etwa ein Bild über die katholischen Gottesdienste, die wir hier besuchen machen, auch wenn wir diesmal keine Fotos haben, da dies in der Kirche leider nicht erlaubt ist.
Wir wünschen euch noch eine schöne, besinnliche erste Adventswoche!

Sonntag, 13. November 2016

Ein kleiner Fotopost


Hallo ihr Lieben,
wir hoffen ihr seid uns nicht allzu böse, dass wir uns die letzte Woche nicht gemeldet haben. Heute möchten wir euch einfach mal mit ein paar Fotos unsere Arbeit zeigen, wenn wir, wie vor drei Wochen, etwas Neues mit den Kindern machen. An diesem Tag stand das Bemalen von Klopapierrollen mit Fingerfarbe an, die dann neben anderer neuer Deko aufgehängt wurde.





Hier seht ihr Solange mit dem neuen Baby auf dem Arm

Wir hängen die neu gebastelte Deko auf

Beatha malt

Auch das Füttern gehört zum Alltag dazu

Hier werden fleißig die Klopapierrollen bemalt

Beatha mit ihrer neuen Halskette

Beatha und Hypolite

Manchmal landet dann die Fingerfarbe nicht nur auf den Klopapierrollen

Beim Autos gucken gibt es auch manchmal einen Lolli


Wir hoffen ihr habt eine schöne Woche und erfriert bei den kalten Temperaturen nicht.