Donnerstag, 22. Juni 2017

Uganda Reise, Hochzeit und vieles mehr

Hallo ihr Lieben,
nach 3 ziemlich ereignisreichen Wochen melden wir uns auch endlich mal wieder.
Heute möchten wir euch über einen Physiotherapie Informations- Tag für unsere Schwestern im Center, unsere zweiwöchige Uganda Reise und die Hochzeit unseres Physiotherapeuten erzählen.
Die Reise möchten wir euch größtenteils als Fotopost zeigen, damit ihr einen besseren Eindruck bekommt, was wir alles erlebt und gesehen haben.


Zunächst möchten wir uns aber noch einmal ganz herzlich für die Spenden von Charlys und meiner Familie und dem Kindergarten, in dem meine Tante arbeitet, bedanken. Die Kinder haben sich sehr gefreut und sofort angefangen zu puzzeln, zu malen und zu kuscheln.
Die Fingermalfarbe wurde sofort für die neue Dekoration der Klasse genutzt, indem wir  Klopapierrollen angemalt haben.

Am Tag vor unserer Uganda Reise haben wir einen Informationstag für die Schwestern und Postulantinnen unseres Centers veranstaltet.
Dort hat unser Physiotherapeut Sylvain zu Beginn Allgemeines über die Gesundheit von Kindern, die verschiedenen Arten von Behinderung und ihre Auswirkungen gesprochen und dann gezeigt wie genau man Kinder am Besten aus den Rollstühlen hebt, sie hinlegt und wie man sie richtig zurück in den Stuhl setzt.
Nach Ausprobieren und Erlernen neuer Griffe zum Tragen oder Halten gab es dann eine Mittagspause.
Nach der Mittagspause erklärte Sylvain dann noch, wie man die Größeren am Besten aus den Rollstühlen, mit deren Hilfe, heben und absetzen kann.





Am 27.05 ging dann unsere 2- wöchige Uganda Reise mit Ida und Martha, Freundinnen von uns, die ebenfalls Freiwillige in Kigali sind, los.
Wir starteten am Lake Bunyonji, einem See direkt an der Grenze zwischen Ruanda und Uganda.
Dort haben wir zwei Nächte gezeltet, unser Hostel war direkt am See.
Nach der ersten Nacht sind Martha und ich mit unserem Zelt leider abgesoffen, da es tagsüber stark geregnet hatte und unser Zelt leider nicht wasserfest war.
Trotz dem Umzug genossen wir die Abende am Wasser und das Schwimmen im See.
Am 28. machte Charly das Gorilla Trekking in Uganda, während der Rest von uns den Tag am Wasser verbrachte.
Am letzten Tag machten wir einen Kanu Tour auf der wir trotz einem Loch im Kanu eine Menge Spaß hatten.





Nach dem Lake Bunyonji ging es weiter nach Fort Portal, wo wir eine Tour zu Tropfsteinhöhlen mit einem Wasserfall und zu verschieden Crater Lakes gemacht haben.


 








Nach Fort Portal verbrachten wir zwei Tage in Kampala, wo wir die Gadafi Moschee und den Bahai Tempel besichtigt haben.
Blick über Kampala

Decke der Gadafi Moschee

Gadafi Moschee





























Bahai Tempel


Anschließend ging es nach Jinja wo wir die berühmten Sipi Falls und den Nil Ursprung besichtig haben.




 





Zurück in Kampala ging es noch einen Tag nach Entebbe, wo wir einen botanischen Garten besucht haben, bevor Charly und ich Spätnachmittags wieder zurück nach Kampala gefahren sind und Martha und Ida weiter zu den Ssese Islands gefahren sind.











In Kampala haben wir dann noch eine Nacht verbracht, bevor wir uns mit Fenja und Lea, den Uganda Freiwilligen unserer Organisation, und Tessa und Marie, den Iringa (Tansania) Freiwilligen unserer Organisation getroffen und das Projekt der Uganda Freiwilligen besichtigt haben.
An deren Schule haben wir dann drei Tage verbracht bevor wir den Samstag Abend zusammen mit deren Gastschwester Tish auf einem Berg in Kampala verbrachten, auf dem wir eine unglaubliche Sicht über die Stadt bei Nacht hatten.

Am Sonntag morgen ging es dann im Bus mit Martha und Ida zurück nach Kigali.
Die Iringa Freiwilligen verbrachten noch ein paar Tage in Kampala, bevor sie am Freitag Nachmittag in Kigali ankamen.


Auf unserer Reise bekamen wir dann leider die Nachricht unserer Lehrerin, dass ein Kind aus unserem Center gestorben sei.
Die Kinder haben sich in der Zeit in der wir in Uganda waren, einen Virus eingefangen bei dem sie alle Fieber bekamen.
Manzi war 19 Jahre alt und hat seit ein paaren Jahren im Center gelebt, damit man sich gut um ihn kümmern konnte, da seine Familie nicht die Möglichkeiten und Mittel für Physiotherapie hatte.
Beerdigt wurde er im engsten Kreis seiner Familie und den Schwestern des Centers in Giseny, einer Stadt am Kivu See.
Im Gedenken an Manzi möchten wir gerne dieses Bild von ihm mit unserem Physiotherapeuten Sylvain teilen.



Am Samstag morgen mussten wir dann auf die Hochzeit unseres Physiotherapeuten.
Hochzeiten bestehen hier aus drei Teilen, der Standesamtlichen Hochzeit, dem traditionelle Teil und der kirchliche Hochzeit.
Der standesamtliche Teil fand schon vor drei Wochen statt. Am Samstag standen dann nur noch die traditionelle und die kirchliche Hochzeit auf dem Plan.
Im traditionellen Teil der Hochzeit waren wir die Brautjungfern von Sylvain.
Hierzu fuhren wir erst zu seinem Haus, zogen uns dort die traditionellen Kleider an, es wurde gebetet und dann ging es zu dem Haus der Braut.
In diesem Teil der Hochzeit werden die alten Traditionen bewahrt, bei denen der Mann zur Familie der Frau geht, um die Hand der Frau bittet und mit der Familie verhandelt, wie viel diese für ihre Tochter haben möchte.
Hierbei verhandeln dann die Väter des Brautpaares und der Bräutigam übergibt dann an die Familienmitglieder der Frau verschiedene Geschenke.
Diese haben die Brautjungfern ihm dann angereicht.
Wenn die Braut dann dazu geholt wird und sie das Brautpaar das erste Mal auf der Hochzeit sieht, überreichen sie sich gegenseitig Geschenke und anschließend steckt der Bräutigam den ersten Ring (wie bei uns der Verlobungsring) an den Mittelfinger.
Dabei hält er die Hand der Braut hoch damit jeder sieht, wie der Ring angesteckt wird.
Anschließend fuhren wir wieder zurück zu Sylvains Haus um uns wieder umzuziehen während der Rest der Gesellschaft schon zur Kirche gefahren ist.
Nach der kirchlichen Zeremonie, in der dann auch der Ehering an den Ringfinger gesteckt wird, ging es in einen kleinen Garten wo Fotos vom Brautpaar, der Gesellschaft und allen Gästen gemacht wurde.
Als die Foto Session dann beendet war, ging es zur Feier bei der es dann auch Hochzeitskuchen, Getränke und Geschenke für das Brautpaar gab.

















Wir hoffen es geht allen gut und ihr schwitzt nicht zu sehr bei den Temperaturen.













Sonntag, 14. Mai 2017

Memorial Woche und Ostern

Hallo ihr Lieben,

heute möchten wir euch etwas über die Memorial Woche und Ostern erzählen.

Dieses Jahr ist der Genozid in Ruanda 23 Jahre her. Aufgrund des Genozides findet jedes Jahr eine Memorial Woche statt, um den Opfern zu Gedenken und den Familien Zeit zur Trauer zu geben.
Am 07.04 fand der Nationale Volkstrauertag statt, durch den die Memorial Woche eingeleitet wird.
Morgens wurde im Memorial in Kinamba die Flamme der Erinnerung entzündet, welche hundert Tage brennt.
Das Memorial in Kinamba ist mit das Hauptmuseum zum dem Thema des Genozides hier aus Ruanda, zeigt aber auch in einer extra Ausstellung Genozide der ganzen Welt.
Außerdem gibt es dort Gräber der Opfer auf denen Kränze niedergelegt wurden.
Mittags startete ein Erinnerungs- Walk vom Parlament zum großen Amahoro (auf Deutsch Frieden) Stadium statt.
Dort fand eine Veranstaltung mit Reden vom Präsidenten und Überlebenden des Genozides statt.
Die ganze Woche über fanden Diskussionen, Veranstaltungen und Treffen zu diesem Thema statt, die teilweise verpflichtend für die Ruander waren.
Aufgrund dieser schlossen außerdem viele Shops, das alltägliche Leben wurde eingeschränkter aus Respekt vor den Trauernden.
An Karfreitag endete dann die Memorial Woche.

Ostermontag ist auch hier ein Feiertag, wodurch wir nicht arbeiten mussten.
Ostern verbrachten wir dieses Jahr gemeinsam mit den Freiwilligen aus Kigali, wir suchten Ostereier und grillten gemeinsam bei einem Freiwilligen Freund zu Hause.


Traditionell gibt es hier nicht Brauch des Osterhasens oder der Ostereiersuche.
Bei den christlichen Familien steht der Gottesdienst Besuch im Vordergrund, danach wird mit der Familie und Freunden zusammen gegessen und gefeiert.

Wir wünschen euch ein schönes Wochenende und allen Müttern alles Liebe zum Muttertag.
Wer sich gerne noch mehr über den Genozid informieren möchte, findet hierzu viele Seiten im Internet, unter anderem ist der Wikipedia Artikel sehr informativ.


Montag, 1. Mai 2017

Besucher, Klappe die Erste:)

Hallo ihr Lieben,
nach ein paar ereignisreichen Wochen melden wir uns endlich wieder.
Heute möchten wir euch gerne über unseren Besuch erzählen.
Vom 25.03 bis zum 08.04 war meine Schwester Lena zu Besuch.
Charlys Freund kam dann vom 06.04 bis zum 23.04 zu Besuch.
Wir haben also vier volle und ereignisreiche Wochen hinter uns, die wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten.

Mit beiden standen Besuche der Stadt, des Kimironko Marktes und der Arbeit an.
Auf dem Kimironko zeigten wir beiden die Vielfalt der ruandischen Stoffe, aus denen sich beide vieles schneidern ließen und sich in der Souvenirabteilung mit Mitbringseln für die Familie und Freunde eindeckten.

Auf der Arbeit lernten sie dann unseren Alltag in der Physiotherapie und Klasse kennen, wurden herzlich von unseren Schwestern, den Kindern und der Lehrerin sowie vom Physiotherapeuten willkommen geheißen.
Dabei brachten beide viele Spenden aus Deutschland von der Familie mit, für die wir uns jetzt sehr herzlich bedanken möchten.
Die Kinder aus unserem Center haben sich unglaublich gefreut und direkt alles ausprobiert.
Vormittags waren beide dann mit in der Klasse und der Physiotherapie und haben erlebt, was wir den ganzen Tag so machen.
Nachmittags sind wir dann alle zusammen spazieren gegangen zu den Kühen und Hühnern unseres Centers, haben die Kühe gefüttert und die Hühner beobachtet.
Autos gucken und Kuscheln sowie fangen spielen, durften bei der nachmittags Planung natürlich auch nicht fehlen.

Wir beide haben mit jeweils unserem Besuch auch den Nyungwe Nationalpark besucht und den Canopy Walk gemacht.
Dafür haben wir eine Nacht in dem 7 Stunden von Kigali entfernten Kamembe geschlafen, bevor es dann am nächsten Morgen in aller Frühe zum Park ging.
Lena und ich hatten leider etwas schlechtes Wetter und sind durch Nieselregen und Nebel gewandert, Charly und Nicolas hingegen hatten Sonnenschein und warme Temperaturen.
Der Canopy Walk besteht aus einer 2 stündigen Wanderung durch den Regenwald. Hier läuft man zu einer Hängebrücke die 60 Meter über dem Boden hängt. Sie besteht aus drei Teilen, die durch jeweils feste Plattformen voneinander getrennt sind.
Von der Hängebrücke hatte man dann einen wunderschönen Ausblick über den Regenwald, bei dem man bunte Vögel, verschiedene Bäume und Pflanzen entdecken konnte.
Durch etwas Glück haben wir vor und während der Wanderung Affen aus nächster Nähe gesehen.

Wir beide haben ebenfalls jeder zwei Tage in Kibuye, der Stadt am Kivu See verbracht.
Hier standen Entspannung und Erholung von der anstrengenden und erlebnisreichen Zeit an.
Wir genossen den Ausblick auf den See, die Ruhe direkt am Wasser und die Abkühlung im See.














Bevor Nicolas ankam waren wir zu dritt im Akagera Nationalpark um eine Safari zu machen.
Hierbei konnten wir die Vielfalt der Tiere beobachten, haben viele Zebras, Antilopen, Giraffen, Elefanten, Löwen und sogar eine Schlange gesehen.
Das alles in der einzigartigen Kulisse am Lake Ihema.
Der Akagera Nationalpark unterscheidet sich von der Landschaft stark zu dem in Tansania, da der Akagera von Hügeln und Bergen gezeichnet und allgemein grüner ist.
Wir verbrachten eine Nacht im Zelt und die erste Herausforderung bestand nach dem Zeltaufbau darin, ein Feuer zu entzünden um unser mitgebrachtes Abendessen zu kochen.
Nachdem wir dies geschafft hatten, ließen wir den Abend am Lagerfeuer zusammen mit anderen Besuchern ausklingen bevor wir müde ins Bett fielen.
Am nächsten Morgen guckten wir uns den Sonnenaufgang an bevor es auf einen letzten Game- Drive ging.

Nicolas ist außerdem mit Freiwilligen Freunden von uns zu Beginn seines Besuches auf den Bisoke Vulkan gestiegen, auf dem auch wir zu Beginn unseres Jahres waren.
Trotz schlechtem Wetter und matschigen Wegen, hatten sie eine schöne Zeit.

Wir wünschen euch einen schönen ersten Mai und hoffen es geht euch allen gut.



Ein Einblick in den Regenwald Ruandas

Kivu See

Die Kochstelle im Akagera

Auf der Hängebrücke 60 Meter über der Erde



Blick auf den Lake Ihema im Akagera




Sonntag, 26. März 2017

Sport am Freitag ^^

Hallo ihr Lieben,
nach langer Zeit melden auch wir uns mal wieder und hoffen zu erst einmal, dass es euch allen gut geht.
In den letzten Wochen war ein bisschen Trubel, seit gestern ist meine Schwester für zwei Wochen zu Besuch, bevor Charlys Freund sie für zwei Wochen besuchen kommt.
Wir wollen euch natürlich trotzdem weiter auf dem laufenden halten, was alles so bei uns passiert.

Heute wollen wir euch noch ein bisschen etwas über unsere Arbeit erzählen, genauer gesagt über unsere Freitag Nachmittage, den Sport- Nachmittagen.
Das bedeutet wir holen ein großes Schwungtuch, Schaukeln, Spielzeug und Krabbeltunnel aus der kleinen Kammer neben unserem Klassenraum.
An der Schaukel wechseln sich die Kinder dann regelmäßig ab, jeder soll natürlich dran kommen.
Währenddessen schwingen andere Kinder, hier Beatha, Fillette, unsere Lehrerin, der Physiotherapeut und Yves das Schwungtuch und haben dabei eine Menge Spaß.
Andere Kinder, wie beispielsweise Ganza oder Grace, sollen dann durch die Tunnel krabbeln, um ihre motorischen Fähigkeiten zu verbessern.

Doch ist es mal zu heiß, um auf der Wiese zu schaukeln, zu krabbeln, Ball zu spielen oder einfach nur auf dem Schwungtuch zu faulenzen, dann gibt es auch mal eine kleine Abkühlung für die Kleinen.
Letzten Freitag haben wir dazu ein paar große Wannen mit Wasser gefüllt, sodass die Kleinen zuerst nur mit den Füßen, aber dann auch den vollen Badespaß genießen konnten, sich gegenseitig nass machen und sogar waschen konnten und dabei eine Menge Spaß hatten.
Wir hoffen euch geht es allen gut und wünschen euch noch ein schönes Wochenende;)
Grace beim planschen mit den Füßen im Wasser












Sonntag, 26. Februar 2017

Und die letzte Etappe: Iringa, Arusha, Kenia und Uganda

Hallo ihr Lieben,
wir hoffen es geht euch gut.
Charly ist gerade in der Messe und singt im Chor, während ich hier schon einmal mit Ida, einer anderen Freiwilligen aus Kigali und guter Freundin von uns, in einem Rooftop Cafe sitze und anfange den Blog zu schreiben, denn wir wollen euch natürlich auch nicht den letzten Teil unserer Reise vorenthalten.
Der letzte Teil unserer Reise ging dann durch Tansania, Kenia und Uganda wieder nach Hause.
Von unserer Nacht in Dar Es Salaam ging es für uns gemeinsam mit den Iringa Freiwilligen nach Iringa.
Nach 9- stündiger Busfahrt sind wir dann doch verhältnismäßig zu anderen Busfahrten auf unserer Reise, recht schnell angekommen.
In deren Haus haben wir uns dann erst einmal eingerichtet und sind dann Pommes essen gegangen.
In Iringa haben wir dann recht viel unternommen. Wir sind auf einen Hügel in der Nähe vom Haus der 4 Freiwilligen gestiegen und konnten von dort über Iringa blicken um den schönen Ausblick zu genießen.
Außerdem haben wir uns auch das Projekt der vier angesehen.
Daniel und Tessa arbeiten in einer Schule und geben Sportunterricht. Aylin ist in der selben Schule im Office und ist für die Erste Hilfe, sowie die Patenschaften zuständig.
Marie arbeitet in einem Kindergarten, wo sie die Kinder unterrichtet und mit ihnen spielt.
Von der Schule wurden wir dann auch auf die Eröffnung der Grundschule eingeladen, bei der das Gebäude gesegnet wurde und dann gemeinsam gegessen wurde.
Am Wochenende haben wir dann eine Safari im Ruaha Nationalpark gemacht.
Dort haben wir dann eine Nacht im Park verbracht.
Wir haben von Elefantenherden, Nilpferden, Krokodilen, Giraffen, über Affen und Gazellen alles gesehen, haben direkt neben Löwen geparkt und haben Löwen beim jagen beobachten können.
Einen kleinen Schockmoment gab es dann beim Abendessen, bei dem dann plötzlich ein Nilpferd in 5 Metern Abstand hinter uns stand.
Als wir dann in unserer Unterkunft ankamen, konnten wir beim Zähne putzen noch Löwen beobachten die an unserem Hostel vorbei liefen.
Trotz allem war die Nacht ruhig und erholsam bevor es dann am nächsten Morgen um 6:00 Uhr weiter ging in aller Frühe.
Am Nachmittag machten wir uns dann auf den Rückweg nach Iringa.
In Iringa kam auch auch eine Freundin von Fenja dazu, die ihren Freiwilligendienst in Dodoma macht und Fenja besuchen wollte.
Dann ging es für uns und die Uganda-Freiwilligen von Iringa über Dodoma, wo wir Fenjas Freundin abgesetzt haben, mit dem Bus 13 Stunden weiter nach Arusha in den Norden von Tansania.
Dort haben wir in einem süßen kleinen Hostel übernachtet, das von einer Deutschen mit ihrem tansanischen Mann geführt wird.
In Arusha haben wir dann eine Lagunen Tour gemacht, zu den Maji Moji Quellen. Diese sind heiße Quellen.
Hier haben wir dann einen Nachmittag verbracht, sind schwimmen gegangen, haben uns mit einer Schaukel ins Wasser geschwungen und haben uns von Hornhautfischen anknabbern lassen, was ein ziemlich lustiges Gefühl ist.

Von Arusha ging es dann weiter nach Kenia. Unser Bus nach Nairobi brauchte ungefähr 8 Stunden und von dort sind wir dann in einen kleineren Bus nach Kisumu gestiegen, der noch einmal 3-4 Stunden brauchte.
In Kisumu haben wir dann bei der Freundin einer ehemaligen Freiwilligen übernachtet, die mit uns shoppen gefahren und schwimmen gegangen ist und uns ein bisschen die Umgebung gezeigt hat bevor es dann weiter nach Kampala ging.

In Kampala haben wir dann zunächst in einem Hostel geschlafen, haben uns von den Ugandis Kampala Town ein bisschen zeigen lassen und abends gemeinsam das Uganda- Fußballspiel angeguckt haben und waren gemeinsam feiern.
An unserem vorletzten Tag ging es dann zu dem Gastvater der Uganda-Freiwilligen. Dort haben wir dann noch eine Nacht verbracht, Fotos und Filme ausgetauscht, bevor es für uns wieder nach Hause ging.
Nach einer 10 stündigen Busfahrt, bei der wir an der Grenze noch eine Freiwillige aus Uganda kennen gelernt haben, die jetzt weiter durch Ruanda und Tansania reist bevor sie zurück fliegt, kamen wir dann nach einem Monat Reise wieder in Kigali an.

Traurig das die Reise vorbei war, aber auch glücklich endlich wieder in den eigen vier Wänden zu sein sind wir dann auch recht schnell ins Bett gegangen, haben den nächsten Tag damit verbracht unsere Wäsche zu waschen bevor es dann am übernächsten Tag wieder nach Gahanga ging.

Wir wünschen euch noch einen schönen Restsonntag und hoffen der Sturm, falls er euch trifft, ist nicht zu stark.
Die Fotos kommen später, da wir wieder ein etwas zu langsames Internet haben:)






Sonntag, 12. Februar 2017

Zweite Etappe: Zwischenseminar

Hallo ihr Lieben,
nun kommt der zweite Teil unseres Reiseberichts, in dem wir euch über unser Zwischenseminar in Bagamoyo an der Küste von Tansania berichten wollen.
Das Seminar ging 1 1/2 Wochen, vom 01.01 bis zum 09.01 und wurde von drei ehemaligen Freiwilligen geleitet, die vor mehreren Jahren in Tansania tätig waren. Außerdem war ein Praktikant dabei, der das Seminar ebenfalls mitgestaltet hat und so einen Einblick darin bekommen konnte, um es später selbst leiten zu können.
So waren wir insgesamt 15 Freiwillige aus Tansania, Uganda, Südafrika, Namibia und Ruanda und die vier Teamer, mit denen wir alle zusammen im Hotel Stella Maris geschlafen und gearbeitet haben.
Wir haben uns mit vielen Themen auseinandergesetzt die uns selbst betreffen, da wir sie in unserem Alltag im Einsatzland immer wieder erleben.
So haben wir viel über unsere Erlebnisse in den vergangenen sechs Monaten geredet und uns mit den anderen Freiwilligen ausgetauscht, da viele, auch wenn sie in anderen Ländern und Projekten arbeiten, doch oft ähnliche Probleme oder Situationen erlebt haben. Auch mit den Teamern konnte man sich gut unterhalten, da diese ja auch schon mal einen Freiwilligendienst beim Bistum gemacht haben und so gute Tipps geben konnten.
Wir diskutierten viel über Rassismus, wie man es in Deutschland erlebt und wie wir in unseren Einsatzstellen das Weiß- Sein und die daraus resultierenden Privilegien und deren Auswirkungen auf unseren Alltag empfinden.
Neben diesem großem Thema waren auch die Geschlechterrollen ein Gesprächspunkt, denn viele erleben in ihrem Jahr einen andern Umgang damit als in Deutschland. Auch hier bekamen wir durch den Input der Teamer und Mitfreiwilligen gute Ideen, wie man damit umgehen kann.
Auch setzten wir uns mit der Geschichte von Bagamoyo auseinander, denn die Stadt war ein wichtiger Handelsort für Sklavenhändler und außerdem ehemals von Deutschen kolonialsisiert.
Dann beschäftigten wir uns noch mit dem Sinn oder Unsinn eines Freiwilligendienstes, sowie den Auswirkungen von Entwicklungshilfe. Auch hier bekamen wir viele Anregungen und Gedankenanstöße, die sicher bei vielen noch lange nachwirken.
Neben diesen eher theoretischen Inhalten beschäftigten wir uns aber auch viel mit uns selbst, klärten einige Probleme, sei es in der Freiwilligen- WG oder das Projekt betreffend und bekamen viele neue Ideen für die nächsten sechs Monate im Projekt.
Auch die Rückkehr nach Deutschland und die Pläne für die Zeit danach waren für viele ein wichtiges Thema, weshalb auch dies viel besprochen wurde, häufig auch in persönlichen Gesprächen beim Essen oder in den Pausen, welche oft auch zum Schwimmen gehen im direkt am Hotelzimmer beginnenden Ozean genutzt wurden.
So kam auch der Spaß nicht zu kurz, besonders da unsere Mitfreiwillige aus Südafrika am 08. Januar Geburtstag hatte, weshalb sie, ganz nach tansanischer Tradition, alle mit Geburtstagstorte füttern durfte.
Der letzte Abend wurde abgerundet durch das Spiel "Schlag den Superfreiwilligen", in welchem wir in mehreren Spielen gegeneinander angetreten konnten, ähnlich wie in der Fernsehshow "Schlag den Raab".
Nach diesem sehr lustigen Abend ging es am nächsten Mittag zurück nach Dar es Salam, von wo aus wir dann mit den Freiwilligen aus Uganda mit zu den Freiwilligen nach Iringa gefahren sind. Davon berichten wir dann im nächsten Eintrag mehr.
Insgesamt waren es sehr spannende Tage, in denen wir viele Anregungen und gute Ideen bekommen haben und außerdem noch mehr Motivation für die nächste Hälfte im Projekt!
Was uns beiden noch sehr im Kopf geblieben ist, ist eine Einheit, in der wir einen TED- Talk von Chimamanda Ngozi Adichie gesehen haben, ein Vortrag einer nigerianischen Autorin über "The Danger of a Single Story". Wir können euch nur empfehlen, es mal zu googeln oder daß Skript dazu zu lesen.
Damit wünschen wir euch einen guten Start in die neue Woche!

Sonntag, 29. Januar 2017

Die erste Etappe: Sansibar

Hallo ihr Lieben,

heute melden wir uns das erste Mal nach einem ereignisreichen Monat zurück.
In diesem Monat ist viel passiert, was wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.
Denn auch dieser Teil, die Reise verbunden mit dem Zwischenseminar in Bagamoyo, gehören zu unserem Jahr hier, genauso wie unsere Arbeit im Center.
Da es allerdings ziemlich lang werden würde, euch von einem ganzen Monat, in dem wir viel erlebt haben, in einem Post zu erzählen, haben wir uns vorgenommen, das Ganze in verschiedene Teile aufzusplitten.

Wir hoffen vorab aber erst einmal, dass ihr alle schöne und natürlich auch weiße Weihnachten hattet und gut ins neue Jahr gestartet seid.

In diesem Post möchten wir euch etwas über die erste Etappe unserer Reise erzählen.
Am 21.12.2016 ging es für uns beide, Lea und Fenja, die Uganda-Freiwilligen, mit dem Flugzeug nach Dar Es Salaam, eine große Stadt in Tansania.
Dort wurden wir in einem Hostel schon von den anderen Freiwilligen aus Sumbawanga (das liegt auch in Tansania) und Namibia erwartet.
Gemeinsam verbrachten wir den Abend bei einem sehr leckeren indischen Restaurant, das direkt am Hostel lag und unterhielten uns anschließend auf der Dachterasse des Hostels lange über unser bisheriges halbes Jahr und unsere Erlebnisse, mit der Skyline von Dar Es Salaam im Hintergrund.
Am nächsten Morgen ging es dann in aller Frühe auf zur Fähre, die uns nach Sansibar bringen sollte.
Nach dem Kauf der Tickets und einem leckeren Frühstück mit Chapati (frittierte Brotfladen) und Obstsalat ging es dann endlich auf die Fähre, welche uns innerhalb von knapp 4 Stunden nach Sansibar brachte.
Durch leichte Seekrankheit bei allen Freiwilligen waren wir schließlich ziemlich froh, das Boot verlassen zu können und nicht mehr dem Schaukeln der Wellen ausgesetzt zu sein.
In Stone Town angekommen, machten wir uns dann auf die Suche nach unserem Hostel, das wir mit ein wenig Hilfe schließlich fanden.
Unser Hostel befand sich auf dem Gelände eines Museums über den Sklavenhandel auf Sansibar.
Nachdem alle sich in ihren Zimmern eingerichtet hatten, machten wir uns auf zum Strand und genossen den ersten Nachmittag am Meer.
Wir besuchten ebenfalls das Museum auf unserem Hostel-Gelände und erfuhren viel über die Vergangenheit Sansibars, einschließlich der Funktion Sansibars als wichtigter Handelspunkt für Sklaven.
Wir verbrachten die Tage oft am Strand, besuchten Abends häufig den Nachtmarkt, ein Markt direkt an der Promenade, auf dem allerlei typisch einheimische Gerichte verkauft wurden, wie beispielsweise die Sansibar-Pizza (Teig gefüllt mit Ei, Gemüse, Fleisch oder Süßem), Chipsi (also Pommes) in allen Varianten, Fisch- und Fleischspieße jedes Geschmackes und Obst und Gemüse.
Wir besuchten ebenfalls Prison Island, eine kleine Insel etwas entfernt von Sansibar, auf welcher damals ein Gefängnis war, das heute aber zu einem Hotel umgebaut ist.
Dort verbrachten wir einen Nachmittag an einem wunderschönen Strand, der aussah wie aus einem Werbekatalog.
Trotz Sonnenbrand bei vielen Freiwilligen genossen wir den Ausflug sehr.

Heiligabend sind wir dann alle gemeinsam in einem Restaurant essen gewesen, in dem wir auf einer Terrasse direkt über dem Meer sitzen konnten.
Da die Portionen etwas kleiner als erwartet waren, ging es anschließend noch einmal zum Nachtmarkt für einen Nachtisch.
Um etwas Weihnachtsstimmung zu bekommen, hatte Lea einen Plastikweihnachtsbaum mitgebracht, der leider durch einen dummen Fotounfall nun irgendwo im Meer herumtreibt.
Um trotzdem ein bisschen in Weihnachtsstimmung zu bekommen, machten sich nach dem Essen ein paar von uns auf den Weg, um in den Gottesdienst zu gehen, der ebenfalls in der Kirche auf unserem Gelände stattfand.
Da die Messe um 10 Uhr abends nicht die Hauptmesse war, war die Kirche nicht so voll, sodass der Priester, als er sah, das über die Hälfte der Gottesdienstbesucher aus Ausländern bestand, schnell noch ein paar englische Weihnachtslieder in die ansonsten auf Kiswaheli (der tansanischen Landessprache) abgehaltene Messe einbaute.

In Stone Town stießen kurz vor Weihnachten außerdem noch die Freiwilligen aus Iringa (ebenfalls Tansania) zu uns und vegrößerten so unsere Gruppe auf 13 Leute.
Gemeinsam ging es dann am 27.12 für uns weiter nach Nungwy, einer kleinen Stadt auch auf Sansibar.
Hier hatten wir ein Hostel keine 500 Meter vom Meer entfernt.
Der Strand war sogar noch schöner als der in Stone Town, das Meer war türkis-blau und komplett klar.
(Das Bild hier wurde leider bei Ebbe aufgenommen und zeigt deswegen nicht komplett wie schön der Strand war)
Morgens machten sich dann ein paar von uns, meist waren wir drei oder vier Leute, auf den Weg zum Strand um die Ruhe zu genießen, joggen zu gehen und uns anschließend im Meer wieder abzukühlen.
In Nungwy nutzen wir den schönen Strand dann noch einmal richtig aus, verbrachten entspannte Nachmittage am Strand, fuhren mit dem Boot raus um schnorcheln zu gehen und ein Korallenriff bewundern zu können mit vielen Arten von Fischen, Korallen und vielem mehr.
Dank etwas Glück sahen wir sogar, trotz erneuter Übelkeit bei manchen Freiwilligen auf dem Weg zum Riff, Delfine, die an uns vorbei schwammen.
Um den Ausflug ausklingen zu lassen, fuhren wir an einen anderen Strand, wo es dann Barbecue für alle gab, bevor es zurück ging.
Und schneller als wir gucken konnten, war auch schon Silvester.
Am Morgen ließen sich noch ein paar der Mädels ihre Haare schneiden von anderen Freiwilligen, da ihnen die langen Haare zu warm wurden.
Abends ging es dann nach gemeinsamen Fertig-Machen vor einem Spiegel (man kann sich vorstellen, wie eng das Ganze wurde mit 12 Mädels vor einem einzigen Spiegel :D) zu einer riesigen Silvesterparty in Kendra Rocks.
Die Party war direkt am Meer und um unsere Schuhe nicht zu verlieren, wie es Vorfreiwillige berichteten, entschlossen wir uns kurzerhand barfuß zu gehen.
Trotz der Größe der Party und dem daraus folgenden Aufteilen der Gruppe wurde es eine richtig gute Silvesterparty, bei der wir uns schließlich irgendwie immer alle wiederfanden und gemeinsam ins neue Jahr feiern konnten, mit guter Musik und Feuerwerk.
Und nach der Silvestersause ging es dann am nächsten Tag wieder zurück nach Stone Town und von dort mit der Nachtfähre um 21:00 Uhr zurück nach Dar Es Salaam.
Nachdem wir morgens um 6:00 Uhr dann in Dar anlegten, ging es für uns mit dem Taxi zum Busplatz und von dort mit dem Bus nach Bagamoyo zum Zwischenseminar.

Über das Zwischenseminar möchten wir euch gerne im nächsten Post erzählen und dann anschließend über unsere weitere Reise über Iringa, Arusha, Kenia und Uganda berichten.
Wir hoffen es geht euch allen gut. Wir wünschen euch noch einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die neue Woche.


Hier ein Bild vom Nachtmarkt in Stone Town

Der Stadtkern von Stone Town erinnerte uns mit den Gassen an Venedig



Noch ein Bild vom Sonnenuntergang beim Weihnachtsessen.
Von dieser Abgrenzung wurde unser Tannenbaum vom Wind
ins Meer gepustet :D